Lass dich nicht stressen

Unsere Generation ist geprägt von Stress. Und der kann viele Ursachen haben. Deadlines in der Uni oder bei der Arbeit, ein vollgepackter Tag, an dem ein Termin den nächsten jagt oder ein Telefon, dass einfach nicht still stehen will. Unser Körper reagiert auf diese Stressfaktoren, indem er voll und ganz in Alarmbereitschaft geht. Und das kann für unseren Körper und unsere Psyche ganz individuelle, oft nicht zu unterschätzende Folgen haben.

Stress muss nicht immer mit Zeitdruck oder vielen vermeintlich nicht zu bewältigenden Aufgaben zu tun haben. Stress kann auch psychisch sein. Manchmal weiß man gar nicht woher der er kommt, oder dass man überhaupt gestresst, bis es plötzlich über einen hereinbricht. Das kann zum Beispiel auch Liebeskummer sein oder der Gedanke an ein bevorstehendes Gespräch mit dem Chef. Genauso können aber auch ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel Stressfaktoren für unseren Körper sein.

Stressreaktionen

Wenn wir mit zu vielen Reizen konfrontiert sind, die der Kopf als negativ wahrnimmt, reagiert unser Körper mit Stressreaktionen. Diese sollen uns eigentlich schützen, können uns gleichzeitig aber auch krank machen. Warum? Ist der Körper in Alarmbereitschaft, schüttet er Kortisol und Adrenalin aus. Das geht ordentlich an die Energiereserven. Unsere Atem- und Pulsfrequenz steigt an, die Muskeln verspannen sich und sogar die Verdauung stagniert.

Auch unterschwelliger Stress, der nicht abgebaut wird, endet meist in physischen Symptomen, die allerdings bei jedem Menschen ganz individuell sind. Zu den häufigsten körperlichen Reaktionen auf Stress gehören muskuläre Verspannungen, Rückenschmerzen, ein geschwächtes Immunsystem, Kopfschmerzen und Migräne, Tinnitus, Magen- und Darmgeschwüre sowie Verkalkungen der Herzkranzgefäße, die im schlimmsten Fall in einem Herzinfarkt enden können. Ebenso können Burn Out, Depressionen, Angst und Panikattacken aus Stress resultieren.

Wenn ihr also demnächst mal wieder häufiger Kopf- oder Bauchweh habt, geht mal ein paar Minuten in euch und fragt euch, ob ihr gerade viel Stress habt. Oft habt ihr dann schon die Antwort. Das ist natürlich keinesfalls die Lösung für alle Probleme und jegliche körperliche Beschwerde sollte von euch immer gut beobachtet und im Ernstfall von einem Arzt gecheckt werden.

Damit uns Stress nicht krank macht, müssen wir ihn abbauen

Um es mal zu veranschaulichen: In der Steinzeit waren die Menschen gestresst von Kälte, Hunger oder der Bedrohung durch wilde Tiere. Wurde ein Jäger nun beispielsweise von einem Tier angegriffen, schüttete sein Körper automatisch Stresshormone aus, alles in ihm war in Alarmbereitschaft. Was hat er nun getan? Er hat das Tier erlegt oder ist geflohen - der Stressfaktor verschwand, die Energie, die durch das Adrenalin freigesetzt wurde, baute sich ab und seine Organe entspannten sich wieder. Was können wir aus dem Beispiel schlussfolgern? Wir müssen dem Stress entgegenwirken, unserem Körper die Möglichkeit geben Energie freizulassen und Spannung abzugeben. Eine sehr effektive und gesunde Methode Stress abzubauen ist Sport. Gerade wenn ein stressiger, vollgepackter Tag hinter uns liegt, fällt es vielleicht noch etwas schwerer, sich aufzuraffen und die Sportschuhe anzuziehen. Sobald der Schweinehund aber überwunden und unser Körper aktiviert ist, ist die Welt wieder ein Stück weit in Ordnung. Während des Trainings konzentrieren wir uns voll und ganz auf uns. Während wir versuchen einen Plank zu halten denken wir sicher nicht an den Ärger, den wir mit dem Kollegen haben, oder den Termin, der uns morgen bevorsteht. Und das gute und unbezahlbare Gefühl danach kennen wir ja alle.

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